1931
Großeltern Alfred und Hildegard Fiedler übernehmen die Bäckerei der Familie Blochwitz
1938
Erweiterungsbau in den noch heute bestehenden Ausmaßen.
1939- 45
In den Kriegsjahren wird die Lage immer schwieriger. Es ist kaum noch möglich, ein volles
Sortiment an Backwaren anzubieten. Am Ende wird nur noch Brot, auf Marken gebacken,
dafür aber 500- 600 Stück zu 4 Pfund am Tag. In Ermangelung an Leim zum kleben der
Marken diente Roggenmehl vermischt mit Wasser.
Nach 1945
In den Nachkriegsjahren galt es vor allem das überleben zu sichern. Bei Großvater Alfred
Fiedler war die Tierhaltung (Schweine, Enten, Kaninchen, Gänse, Schaf) eine beliebte und
auch sehr praktische Methode, um aus Kuchenrändern Fleisch zu machen.
Nach der Zerstörung Dresdens im Februar 1945 war Wohnraum so knapp, dass neben
allen Familienmitgliedern auch alle Bäcker, Verkäuferinnen und Wirtschaftshilfen,
zusammen 12 Personen, unter einem Dach leben mussten.
Feb. 1966
übernehmen Eltern Wolfgang und Ursula Richter die Bäckerei.
1977
Der alte Backofen; das Herz jeder Bäckerei hat ausgedient. Endlich ist es möglich, in den
Jahren der sozialistischen Mangelwirtschaft ihn durch einen modernen Dampfbackofen
mit Kohlefeuerung zu ersetzen.
ab 1989
Die Wendejahre bringen einen nie gekannten Technologievorschub. Ein Rückstand von
etwa 20 Jahren muss aufgeholt werden. Es wird neue Knettechnik angeschafft sowie eine
Erweiterung der Kühlmöglichkeiten geschaffen. Uns bisher unbekannte Rohstoffe tauchen
auf, wie z.B. Sesam.
1992
Umbau des Ladengeschäfts mit moderner Inneneinrichtung.
1995
Modernisierung der Backstube und Bau eines neuen digital gesteuerten Backofens mit
umweltfreundlicher Gasbefeuerung.
März 2006
Nach 40 Jahren Betriebsleitung übergeben Eltern Wolfgang und Ursula Richter
die Bäckerei in die Hände der nun dritten Generation, an ihren jüngsten Sohn
Bäckermeister Stefan Richter.







